Derzeitiger Ausgangspunkt
Aktuell gibt es für das RAW zwei Bebauungspläne (RAW West und RAW Ost), die sich im Aufstellungsprozess befinden. Infos dazu hier: Baustelle Gemeinwohl
Vor rund 10 Jahren hat Kurth Immobilien den großen Westteil des RAW für lediglich rund 500 Euro pro Quadratmeter gekauft. Vor dem Hintergrund dieses niedrigen Kaufpreises sind die laufenden Vermietungen in der Summe kostendeckend und sogar gewinnbringend. (Infos dazu HIER)

+ Dem steht der behauptete wirtschaftliche Zwang zur Maximalverwertung des RAW-Areals gegenüber, der mit einem zweifelhaften Gutachten begründet wurde. Man redet von Erpressung, wie der Eigentümer mit Drohungen gegen die RAW-Projekte maximal viel Baurecht erzwingen will.
+ Aktuell machte der Eigentümer RAW West Kurth Immobilien großen Druck für seine Abriss-, Hochhaus- und Wohnungsbaupläne: Viele Projekte sind ohne Vertragsverlängerungen, es gibt Kündigungen, Nutzungsuntersagungen und wegen Mieterhöhungen haben bereits einige aufgegeben. Neuvermietungen werden blockiert. (Infos dazu HIER)
+ Bisher hat der Bezirk bei diesem Erpressungsszenario mitgespielt und bereits rund 150.000 m² Neubauten mit Hochhaus an Stelle des RAW in Aussicht gestellt. (Plakat zum B-Plan-Entwurf) Weit über die Hälfte des RAW soll abgerissen werden – das geht gar nicht! Der Preis für die Rettung des „Soziokulturellen-L“ ist viel zu hoch! Denn fast alles andere soll abgerissen werden.
+ Wichtig anzumerken ist, dass es auf dem RAW kein Baurecht aus der dicht bebauten Umgebung heraus gibt. Es ist ein Sonderfall und der Bezirk ist relativ frei zu entscheiden, wieviel gebaut und verändert wird. (Urteil dazu HIER)
+ Die beiden östlichen Grundstücksteile wollen deren Eigentümern ebenfalls maximal verwerten, jedoch gibt es hier kein „Erpressungspotential“ wie auf dem großen Westteil. Nachteilig ist die Aufspaltung des RAW in unterschiedliche Bebauungspläne. So geht es nicht weiter. (Infos dazu HIER)
Es muss Schluss sein mit Erpressungen und Abrissplanungen. Aktuell eskaliert die Erpressung und gefährdet den Kulturraum akut – ein sinnvoller Kompromiss muss her!
Wie kann ein sinnvoller Kompromiss aussehen?
Grundsätzlich soll auf dem RAW nur dort gebaut werden, wo es die großen Lücken im baulichen Bestand gibt. Die Ergänzungen vernichten nicht – wie durch Flächenabriss geplant – den Charme des RAW, sondern bringen mit Lückenschlüssen neue Räume, Angebote und Nutzungen. Dass kreativer Neubau im Kulturraum möglich ist, hat das Holzmarkt-Projekt bewiesen.
Eine Lückenbebauung erbringt ersten Vorstudien der Planungsagentur zufolge maximal knapp die Hälfte der geplanten Bebauung. Dabei wird auf ein Hochhaus, das auf dem RAW völlig unpassend wäre, verzichtet.
Vor dem Hintergrund des günstigen Bodenkaufpreises ist eine Halbierung der Baumasse für den Eigentümer sogar vorteilhaft. Das Kostenrisiko sinkt, der Kulturraum kann sich weiterentwickeln und es gibt Akzeptanz, was auch gut für die Vermietungsperspektiven ist.
Kurth Immobilien will den Neubau von Büroflächen auf dem RAW ohnehin stark einschränken. Bei einer gleichzeitigen Reduzierung der Baumassen auf ein verträgliches Maß könnte der aktuell gewünschte Wohnungsbau an geeigneter Stelle nicht mehr ausgeschlossen sein.
Die zur baulichen Ergänzung geeigneten Flächen:
+ Ein breiter Streifen entlang der Warschauer Straße + Ggf. Teilbebauung der „Haubentaucher“-Fläche + Der große Parkplatz „C1“, als Randbebauung zur Platzbildung, ggf. Teilwohnungsbau + Flächen an der Modersohnbrücke
Die Baumasse aller RAW-Planungen muss mindestens halbiert und die beiden Bebauungspläne (Ost/West) zu einem gemeinsamen RAW-Plan zusammengefasst werden!
+ Eine Revision der Planungen muss her!
+ Der Kiez muss endlich wieder beteiligt werden!
+ Planungssicherheit für die RAW-Projekte!
Zur Info: Es gibt eine Beispielanordnung für maximale ergänzende Neubauten mit Vergleichsdarstellungen von der Planungsagentur Berlin. Diese ist hier einsehbar und auf planungsagentur.de erläutert.
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